Sookie ist am 12. August 2004 geboren. Sie ist ein Mischling aus vielen Rassen. Die Mutter war auch schon ein Mischling aus holländischem und vermutlich belgischem Schäfer. Der Vater? Wer weiss. Nach dem Ringelschwanz zu urteilen, muss er ein Appenzeller gewesen sein. Die Fellbeschaffenheit ist aber eher huskie-like. Und die Art und Weise, wie sie rennt und ihre enorme, unübertroffene Schnelligkeit, deuten klar auf einen Border Collie hin.
Sookie alias Piesi gehört eigentlich nicht dazu... oder doch? Irgendwie schon. Eigentlich gehört sie meiner Tochter Tanja. Doch wohnen wir heute sehr nah beisammen und bevor Tanja wegzog, lebte Sookie natürlich bei uns. Während Tanjas Studienzeit ist daher Sookie willkommener Gast bei uns.
Geboren ist sie auf einem Bauernhof im Entlebuch, wo meine Tochter gerade für einige Zeit ihr Pferd untergebracht hatte. Dort lebte - und lebt auch heute noch - eine ausserordentlich freundliche Familie, die liebevoll mit all ihren Tieren umgeht. Für die Welpen der jungen Mutterhündin wurden gerade Plätze gesucht, als Tanja diese eine Kleine sah. Wieder zu Hause, ging ihr die kleine Hündin nicht mehr aus dem Kopf, sodass wir schliesslich nochmals hinfahren und die Kleine holen mussten.
Sookie war immer irgendwie ein kleiner Draufgänger. Schon im ersten Jahr ihres kurzen Lebens hat sie sich einen Bänderriss geholt, sodass eine grosse Operation nötig wurde und Sookie lange an der Leine laufen musste, was diesem bewegungsfreudigen, quirligen Hund gar nicht passte. Vor lauter Freude rannte sie damals blindlings los durchs hohe Gras und übersah dabei einen Baumstrunk, der sie abrupt und schmerzhaft stoppte. Kaum genesen sprang sie über am Boden liegende Aeste und spiesste sich mit einem davon den Bauch auf. Immer wieder hatte sie diverse Wunden zu verarzten. Schliesslich lernte sie aber, sich mit den "Gefahren des Alltags" zu arrangieren, sodass sie nun schon seit einer geraumen Weile keine "Notfälle" mehr produzierte.
Lauffreudig und neugierig, wie sie auch heute noch ist, muss Sookie alles untersuchen, beobachten und beschnuppern. Gerne springt sie auch mit Anlauf ins Wasser.... ohne sich Gedanken zu machen, wie sie dann jemals wieder heraus kommen soll. Irgendwer - dessen scheint sie sich gewiss zu sein - wird sie dann schon wieder retten. Ihre Kraft und Ausdauer haben sie daher schon aus mancher misslichen Lage wieder befreit.
Bewundernswert, was sie einem an Vertrauen schenkt. In den Ferien, wo Sookie natürlich auch immer mit von der Partie war und ist, galt es, über eine sehr lange, eiserne Hängebrücke zu gehen. Diese war sehr hoch und man sah durch den Gitterboden weit unter sich die Schlucht. Während Opa Gitan voran schritt, trippelte die Kleine munter hinterher, als würden die beiden diese Uebung täglich wiederholen. Einige erstaunte Passanten fragten dann verwundert, ob wir wirklich mit beiden Hunden über diese Brücke gekommen sind...
Manchmal ärgert Sookie einen mit ihrem Uebermut.... Dann etwa, wenn sie wie ein junges Schweinchen grunzend losrennt und in weitem Bogen wieder auf einen zu schiesst. Meist ist dann Gitan ihr Ziel, den sie in ihrem wilden Uebermut auch schon zu Boden geworfen hat.
Langsam wird nun aber auch Sookie mit zunehmendem Alter "gesetzter". Noch immer ist sie aber an jedem Spielangebot und an jeder neuen Idee interessiert, die man ihr bietet. Sie wird wohl zeitlebens der fröhliche, quirlige Hund bleiben, den wir kennen.




